Ihr Vorstandsteam

Ihr Vorstandsteam

  • 1. Vorsitzende Manuela Flohr
  • 2. Vorsitzende Bettina Götz
  • Kassenwart: Regina Albert-Strobl
  • Schriftführerin: Kornelia Kronawitter

Nicht immer läuft im Leben alles rund. Wir lassen Sie dann nicht allein.

Ein gelungenes Miteinander im dörflichen Leben ist für uns Herzenssache!

Sollten auch Sie Zeit und Freude haben, uns bei unserer gemeindlichen Tätigkeit unterstützen zu wollen, dann rufen Sie uns an! Wir freuen uns aufrichtig, Sie bei uns willkommen zu heißen!

IMPRESSIONEN

40 Jahre Nachbarschaftshilfe

 

Überblick


frühe 1980er Jahre – Beginn unbürokratischer Hilfe in privaten Notlagen

1985 – Gründung der Nachbarschaftshilfe unter dem Dach der katholischen Frauengemeinschaft

ab 1985 – Aufbau eines Helferinnenkreises und erster Unterstützungsangebote im Alltag

Ende 1980er Jahre – Erste Kleiderkammer im privaten Bereich

1991 – Kleiderkammer im Pfarrheim Zolling eingerichtet

1990er Jahre – Unterstützung von Familien und Geflüchteten, u. a. Einsätze in Thalham

2000er Jahre – Fortführung der bestehenden Angebote

2013 – Aufbau ehrenamtlicher Lern- und Deutschförderangebote 

2015 – Bestehende Lernangebote werden im Zuge der Flüchtlingssituation stark ausgeweitet

2015 – Deutlicher Ausbau der Kleiderkammer, zusätzliche Räume durch die Pfarrgemeinde

2015 – Zusammenarbeit mit dem Helferkreis Asyl

2015 – Gründung des eigenständigen Vereins Nachbarschaftshilfe Zolling e. V.

2016 – Einrichtung und Gestaltung eines Vereinsraums im Pfarrheim (Fördermittel Kraftwerk Zolling)

2016 – Erste Teilnahme am Zollinger Adventsmarkt mit integrativem Stand

ab 2016 – Ausbau der Jugendarbeit, Integrationsarbeit und Sprachförderung im Ort

ab späte 2010er Jahre – Stärkere Einbindung in die Seniorenarbeit, u. a. Unterstützung im Pflegeheim

ab 2020 – Unterstützung während der Corona-Pandemie: Organisation von Maskennähen in Zusammenarbeit mit den Zollinger Frauen St. Johannes sowie Einkaufsdienste für Senioren

ab 2022 – Hilfe im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg: Organisation von Lebensmittel- und Sachspenden, Unterstützung bei Wohnraumsuche und Vermittlung, Deutschkurse für Kinder und Erwachsene, Jugendarbeit

2024 – Einrichtung des Fairteiler-Stüberls in Zolling

2025 – Aufbau eines digitalen Verleihsystems für Mobilität in Zusammenarbeit mit der Gemeinde

2025 – Einführung der Seniorensitzgymnastik

2025 – Ausbau kreativer Angebote für Kinder und Jugendliche

2025 – 40 Jahre Nachbarschaftshilfe Zolling

 

Anfänge in den 1980er Jahren

In den frühen 1980er Jahren wurde in Zolling in mehreren Situationen deutlich, wie schnell Menschen in Not geraten können – und wie sehr sie dann auf Unterstützung angewiesen sind. Hilfe entstand zunächst unbürokratisch und auf privater Ebene.

Es war Rosemarie Obermeier, die diese Notlagen wahrnahm und die Notwendigkeit erkannte, daraus eine verlässliche Struktur zu entwickeln. Ihr prägender Impuls zeigte sich in dem damaligen Satz ihres Mannes Franz: „Frau, tu was!“  Und das tat sie.
Als Initiatorin brachte sie Menschen zusammen und gab den Anstoß, Hilfe nicht nur im Einzelfall, sondern organisiert zu leisten.

1985 wurde unter dem Dach der katholischen Frauengemeinschaft die Nachbarschaftshilfe gegründet. Ein Kreis engagierter Frauen legte gemeinsam den Grundstein für die weitere Arbeit. Zu den Gründungsfrauen zählten unter anderem Juliane Zeilhofer, Maria Lenz, Marianne Schranner, Bärbel Payenberg und Rosa Weinzierl.


Aufbau und erste Strukturen

Die Nachbarschaftshilfe entwickelte sich von Beginn an aus konkreten Bedarfen heraus. Unterstützt wurden Familien, ältere Menschen und Alleinstehende – etwa durch Begleitung im Alltag, Hilfe bei Arztbesuchen, Unterstützung in schwierigen Lebenssituationen oder Kranken- und Altenpflege.

Ein frühes zentrales Projekt war die Kleiderkammer. Sie entstand zunächst im privaten Keller von Rosemarie Obermaier und wurde 1991 im Pfarrheim Zolling dauerhaft eingerichtet. Dort wurden Kleidung und Alltagsgegenstände gesammelt und weitergegeben.

Im Zuge dessen erfolgte auch die Einbindung in den Fachverband der Nachbarschaftshilfen im Caritasverband der Erzdiözese München und Freising.

Auch in den 1990er Jahren engagierten sich die Helferinnen bei der Unterstützung von Geflüchteten und Zugewanderten, unter anderem in Unterkünften in Thalham. Die Arbeit war geprägt von persönlichem Einsatz, Verlässlichkeit und der Bereitschaft, dort tätig zu werden, wo Hilfe benötigt wurde.


Neue Aufgabenfelder

Mit den gesellschaftlichen Veränderungen entwickelten sich auch die Aufgaben weiter. Ab etwa 2013 entstanden ehrenamtlich organisierte Lern- und Deutschförderangebote. Diese wurden insbesondere ab 2015 deutlich ausgebaut und zu einem festen Bestandteil der Arbeit.

In dieser Phase arbeiteten zahlreiche Ehrenamtliche zusammen, um Kinder und Jugendliche im schulischen Bereich zu unterstützen. Gleichzeitig wurde die Kleiderkammer erheblich erweitert. Mit Unterstützung der Pfarrgemeinde konnten zusätzliche Räume genutzt werden, um dem gestiegenen Bedarf gerecht zu werden. Die Zusammenarbeit mit dem Helferkreis Asyl war dabei ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit.


Vereinsgründung

Die zunehmende Vielfalt der Aufgaben machte eine Anpassung der organisatorischen Struktur erforderlich. Im Jahr 2015 wurde die Nachbarschaftshilfe in einen eigenständigen, gemeinnützigen Verein überführt.

Damit erhielt die über Jahre gewachsene Arbeit eine verlässliche rechtliche Grundlage. 2016 konnte im Pfarrheim ein eigener Raum für die Vereinsarbeit eingerichtet werden. Im selben Jahr beteiligte sich die Nachbarschaftshilfe erstmals am Adventsmarkt der Gemeinde, gemeinsam mit integrativen Projekten.


Engagement in gesellschaftlichen Krisen

In besonderen gesellschaftlichen Situationen zeigte sich die Tragfähigkeit des bestehenden Netzwerks.

Während der Corona-Pandemie ab 2020 wurden gemeinsam mit den Zollinger Frauen St. Johannes Nähaktionen für Masken organisiert. Darüber hinaus wurden Einkaufsdienste eingerichtet, um insbesondere ältere Menschen im Alltag zu unterstützen.

Im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg ab 2022 engagierte sich die Nachbarschaftshilfe bei der Organisation von Lebensmittel- und Sachspenden. Zudem wurden Hilfen bei der Wohnraumsuche vermittelt und Unterstützungsangebote koordiniert.


Aktuelle Entwicklung und neue Projekte

In den vergangenen Jahren wurden die Angebote weiter ausgebaut und an die Bedürfnisse vor Ort angepasst. Die Nachbarschaftshilfe ist heute in verschiedenen Bereichen tätig, darunter Seniorenarbeit, Unterstützung von Familien sowie Bildungs- und Integrationsangebote.

Zu den neueren Projekten zählen unter anderem das Fairteiler-Stüberl sowie der Aufbau eines digitalen Verleihsystems für Mobilität in Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Dieses umfasst unter anderem E-Bikes und ein Lastenrad.

Seit 2025 gehört auch die Seniorensitzgymnastik zum Angebot. Darüber hinaus wurden neue kreative Angebote für Kinder und Jugendliche entwickelt. Parallel dazu besteht eine kontinuierliche Unterstützung des örtlichen Seniorenheims, etwa durch Besuchsdienste und Begleitung im Alltag.


40 Jahre Nachbarschaftshilfe Zolling

Im Jahr 2025 blickt die Nachbarschaftshilfe Zolling auf 40 Jahre ihres Bestehens zurück.

Was als unmittelbare Hilfe in einzelnen Notlagen begann, hat sich zu einer verlässlichen Struktur entwickelt, die auf das Engagement vieler Menschen angewiesen ist.
Bis heute gilt der Grundgedanke der Anfangsjahre: hinschauen, Verantwortung übernehmen und handeln, wenn Hilfe gebraucht wird.

Fotos: M. Flohr, M. Martin, C. Bauer, K.u.J. Kronawitter, R. Schwabe, R. Obermaier, F. Miedl
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